Außenanlagen: Licht im Garten

By | März 25, 2015

Außenanlagen: Licht im Garten
Von der schlichten Wegebeleuchtung bis zur festlichen Illumination

Es hilft dabei, die Haustür und den Klingelknopf zu finden. Es kann aber auch den ganzen Garten zu einem Bühnenbild machen: Licht zwischen Zweck und Schönheit.
Wenn es Nacht wird, muß der Garten nicht in Finsternis versinken – er sollte es jedenfalls nicht. Die wohldosierte, gezielte Illumination schafft reizvolle Effekte. Dabei ist es gleich, ob sich der Betrachter im Freien aufhält oder die Pracht vom Wohnzimmer aus genießt. Abgesehen davon dient die Beleuchtung der Sicherheit und der Orientierung.

Entsprechend lassen sich im Garten drei Arten für den Umgang mit Licht unterscheiden:
Die Zweckbeleuchtung, zu der die
Beleuchtung des Hauseinganges, der Hausnummer und des Namensschildes, die Ausleuchtung der Wege und Treppen sowie eventueller Aktionsbereiche (Garagenzufahrt, Kaminholzstapel, Terrassen etc.) gehören. Die Dekorationsbeleuchtung, die vom Betrachter abgewandt ist und -stets gedämpft – aus bodennahen Lichtquellen gespeist wird. Damit läßt sich der Garten sozusagen in Szene setzen:    Teiche, Brunnen,
Sträucher oder Bäume, Skulpturen, Steingärten treten aus der Dunkelheit hervor und werden zu einer Art Bühnenbild stilisiert.
Das Sicherheitslicht hilft, Einbruch und Diebstahl vorzubeugen. Es schaltet sich in Abhängigkeit von der Helligkeit (per Dämmerungsschalter) und von sich bewegenden Objekten (per Bewegungsmelder) ein und nach festgelegter Zeit wieder ab. Die kritischen Punkte müssen so hell angestrahlt werden, daß sowohl in psychologischer Hinsicht eine gewisse Abschreckung als auch die Möglichkeit gegeben ist, Nachbarn auf einen verdächtigen Vorgang aufmerksam zu machen. Sicherheitsleuchten müssen vor Manipulierbarkeit geschützt sein.

Lichtquellen am Haus und im Garten

Die Zweckbeleuchtung wird zumeist bei Neubau bzw. Renovierung eines Hauses im Zuge der Elektroinstallation vorgesehen. Die Leuchten sind ortsfest montiert. Sie werden entweder manuell vom Bereich des Windfangs aus oder automatisch von einem Dämmerungsschalter oder einer Zeitschaltuhr gesteuert. Zwei- bis dreitausend Leuchtenmodelle stehen zur Auswahl.

Im Vorgarten werden am besten Pfeiler- oder Sockelleuchten montiert. Wand- oder Pendelleuchten können den Hauseingang oder die Hausnummer beleuchten. Ist der Zugang zur Haustür sehr lang, kommen Wegeleuchten in Frage. Mastleuchten versorgen einen Umkreis bis zu zehn Metern, sollten also nur dort eingesetzt werden, wo entsprechender Platz vorhanden ist.

Zur Beleuchtung einer Terrasse dürfte reines Orientierungslicht von gedrosselter Helligkeit genügen, zumal dann ein angestrahlter Garten um so mehr zur Geltung kommt. Ortsfest montierte Terrassenleuchten sind zwar in der Handhabung bequemer, lassen sich aber nicht den verschiedenen Nutzungswünschen  anpassen. Eine gute Lösung stellen Steckdosen dar, die vom Innern des  Hauses geschaltet und an die transportable Stehleuchten je nach Bedarf angeschlossen werden können. Und rund um den Sitzbereich dürfen Kerzen und Windlichter natürlich nicht fehlen.

Ist der Garten nicht zu groß, kann seine Beleuchtung von zentraler Stelle aus geschehen. So eine sogenannte Panoramabeleuchtung hat den Nachteil, daß kaum Helligkeitskontraste auftreten, da Licht- und Blickrichtung identisch sind. Die Schatten liegen für den Betrachter hinter dem angestrahlten Objekt. Die dezentrale Installation kostet einiges mehr, denn hierbei wird ein Elektrokabel von einem Innenraum, der an der Terrasse liegt, in Form einer Schleife – möglichst an den Wegen entlang – in einer Tiefe von etwa 60 cm rund um den ganzen Garten gelegt und an mehreren Stellen mit Gartensteckdosen versehen. So läßt sich die Beleuchtung flexibel der jeweiligen Jahreszeit anpassen. Achtung: Die Lichtemission muß so ausgerichtet sein, daß Nachbarn nicht belästigt werden.

 

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