Die Gartentypen – Teil 1

By | Juni 20, 2017

Die Gartentypen

In der Deutschland leben fast 3/4 der Bevölkerung in Städten, und die Großstädte werden weiterhin anwachsen. Die verschiedenen Bebauungsformen in der Stadt – mehrgeschossige Wohnhäuser, Reihenhäuser, Einzelhäuser – lassen unterschiedliche Gartennutzungen zu. Hauptwohnform wird auch in Zukunft der mehrgeschossige Wohnungsbau sein. Durch öffentliche Grünanlagen wird die Wohnqualität zwar verbessert, es bleibt aber trotzdem bei vielen Mietern der Wunsch nach einem Garten bestehen. Erfüllt wird er all denen, die eine Parzelle in feiner Kleingartenanlage zugewiesen bekommen.

In Kleingärten erfolgt die intensivste Landnutzung. Je dichter sie an der Wohnung des Nutzers liegen, um so mehr sind sie begehrt. Gärten in 1,5 bis 2 km Entfernung oder bei einer Fahrzeit bis zu 30 Minuten erreichbare Gärten ermöglichen regelmäßige Pflege und sichern damit auch gute Erträge. Die Größe der Gärten ist so bemessen (250 bis 400 m2), daß – wie schon im 1. Kapitel dargelegt wurde — der wesentliche Bedarf einer Familie an Gemüse, Obst und Blumen gedeckt werden kann. Die Intensität der Nutzung richtet sich selbstverständlich auch nach der Zeit, die für den Garten aufgebracht wird, und nach den Bodenverhältnissen.

Kleingärten lassen eine ganz individuelle Anlage zu. Neben dem Anbau von Obst, Gemüse, Gewürz- und Zierpflanzen ist auch Kleintierhaltung möglich.

Die Gärten sind in der Regel mit einer Laube oder einem Bungalow ausgestattet, sollen aber keine Dauerwohnsitze sein.

Die Gärten am Eigenheim können ohne Zeitverlust aufgesucht werden, wenn erst einmal die Wohnung errichtet ist. Oft werden lange Anfahrtswege zur Arbeitsstelle in Kauf genommen, um vor allem den Kindern das Aufwachsen in naturnaher Umgebung zu ermöglichen. Eigenheime werden in kleineren und mittleren Städten ebenso wie in Dörfern und am Rande größerer Städte dort errichtet, wo mehrgeschossiger Wohnungsbau nicht vorgesehen werden kann. Etwa 10 Prozent des gesamten Neubaus sind Eigenheime. Dieser hohe Anteil gebietet, mit dem Bauland sparsam umzugehen; die Grundstücksgröße beträgt deshalb bei Neuaufschließungen höchstens 500 m2.

In früheren Eigenheimsiedlungen sind je nach der Lage in ländlichen Gebieten oder in Stadtnähe bei Einzelhäusern zwei Gartenformen entstanden: Siedlergärten und Hausgärten. Heute gibt es, abgesehen von der Flächengröße, keine wesentlichen Unterschiede in der Art der Nutzung.

 

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