Einfach köstlich: Kartoffeln

By | März 26, 2015

Von der Sättigungsbeilage zum feinen Gemüse: Kartoffeln machen Karriere. Viele der Feinschmecker-Sorten gibt es nicht im Gemüseladen. Selberpflanzen ist die Devise!

Fest oder mehlig – das ist nicht mehr die einzige Frage, wenn es um Kartoffeln geht. In den vergangenen Jahren sind viele alte und seltene Sorten mit sehr unterschiedlichen Aromen wiederentdeckt worden. Die meisten von ihnen bekommt man nur als Pflanzkartoffeln. Kein Problem für die Gartenbesitzer unter den Feinschmeckern:    Kartoffeln sind leicht anzubauen.

DIE SOLLTEN SIE PROBIEREN

Am auffallendsten ist „Vitelotte noire“, die violettes Fleisch hat. Sie wird auch als Trüffelkartoffel bezeichnet – ein Hinweis auf den besonders feinen und nussigen Geschmack. Sehr aromatisch sind „Bamberger Hörnchen“, die auch unter dem Namen „La Ratte d’Ar-deche“ bekannt sind. „Adretta“ ist eine kräftige, schön erdig schmeckende und im Gegensatz zu den meisten anderen eher mehlig kochende Kartoffel – ideal für Pürree. „Franceline“ gehört mit gelb-rot gemasertem Fleisch und rötlicher Schale zu den Schönheiten. Eine bewährte Sorte ist „Sieglinde“: ertragreich und zart im Geschmack.

KARTOFFELN IM KÜBEL

Besonders interessant ist der Kartoffelanbau im Pflanzgefäß. Nicht nur, weil er Platz spart, sondern auch, weil Kartoffen hübsch blühen, weil sich Schnecken leichter fernhalten lassen und schließlich, weil die Erträge viel größer sind als im Freiland. Die Kübelkultur ist ideal, um verschiedene Sorten zu pflanzen – jede in ein eigenes Gefäß.

SCHÖNE GESELLSCHAFT

Mit ihrem kräftigen Laub und den Büscheln von weißen oder zartvioletten Blüten passen Kartoffeln im Pflanzgefäß sehr gut zwischen die Kübelpflanzen auf der Terrasse. Und auch im Blumenbeet, das noch nicht dicht bewachsen ist, sehen sie hübsch aus.

Die richtigen Tipps fürs Pflanzen und Pflegen

Kartoffeln gedeihen am besten in durchlässiger Erde, die mit Kompost oder organischem Dünger verbessert wurde. Sie wachsen schneller, wenn sie im Haus vorkeimen. Dafür legt man sie nebeneinander in eine Kiste (oder Eierkartons) und stellt sie in einen hellen, mäßig warmen Raum. Wenn der Gartenboden sich auf mindestens 7 Grad Celsius erwärmt hat, können sie gepflanzt werden.

Wie bei der Kübelkultur wird der Ertrag höher, wenn man die Erdschicht rund um die krautigen Teile der Pflanze erhöht. Im Beet geschicht das durch Anhäufeln der Erde. Die Pflanze bildet jetzt auch in den oberen Schichten Wurzeln, an deren Ende sich später die Knollen bilden. Nützlicher Nebeneffekt: Die Erde wird häufig gehackt und dabei lassen sich Unkräuter leicht herausziehen. Nach einem Jahr Kartoffelanbau bleibt also ein sauberes Beet zurück.

Kartoffelanbau im Beet

1    Kartoffeln bringen mehr Ertrag, wenn sie zwei- bis dreimal während der Wachstumszeit angehäufelt werden. Das geht leichter, wenn die Knollen in Reihen und mit Abständen von 30 bis 50 cm gelegt werden. Die Pflanzschnur gibt die Reihe vor.

2    Im Haus keimen die Kartoffeln vor. Sie werden 5 cm tief in den Boden gelegt. Die Keime weisen nach oben.

3    Sobald das Laub welk wird, sind die Kartoffeln erntereif. Sie werden vorsichtig mit der Grabgabel aus dem Boden gehoben und zum Trocknen auf dem Beet liegen gelassen.

4    Im Pflanzgefäß lassen sich die Knollen mit der Hand aus der Erde holen. Das ist schonend und macht wie eine Schatzsuche auch Kindern viel Spaß.

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