Rasen: Auf die Saat kommt es an

By | März 25, 2015

Rasen: Auf die Saat kommt es an
Für jeden Ort, für jeden Zweck gibt es die richtige Gräsermischung

Rasenmischungen werden für unterschiedliche Zwecke angeboten. Deren Zusammensetzungen variieren nach der je zu erwartenden Beanspruchung. Ein Überblick.

Zierrasen, Spielrasen, Gebrauchsrasen, Schattenrasen – das Angebot an verschiedenen Saatgutmischungen ist groß. Entscheidend für die richtige Wahl sind Bodenbeschaffenheit im Garten und Ansprüche der Gartenbesitzer: Soll der Rasen ein schöner Ruhepunkt zwischen Büschen und Blumen sein, soll er Liegewiese oder Sitzplatz sein, muß er so robust sein, daß Kinder darauf Fußball spielen können?

Für alle Anwendungsbereiche gibt es Qualitätsrasenmischungen, deren Zusammensetzung auf der Packung genau angegeben ist. Oft tragen sie den Zusatz „RSM“ = RegelSaatgut-Mischung: Sie enthalten die Grassorten in vorgegebenen Mischungsverhältnissen, die nach Maßgabe der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V. für den jeweiligen Zweck geeignet und empfehlenswert sind.

In jedem Fall ist es sinnvoll, Produkte zu kaufen, die voll deklariert und mit Angaben über Ansprüche an Boden und Klima versehen sind. Denn gerade bei Rasen, den man ja nicht alle paar Jahre neu anlegen will, kommt es auf gute Graszüchtungen an.

Welche Gräser für welchen Zweck?

Stark strapazierte Rasenflächen müssen Gräser enthalten, die tief wurzeln, ein dichtes Geflecht bilden und sich schnell regenerieren. Hauptbestandteil geeigneter Mischungen sind Lolium perenne und Poa pratensis.

Bei weniger beanspruchten Flächen kommt meist noch Festuca rubra in die Mischung, je nachdem, ob trockene oder eher feuchte Böden eingesät werden sollen, auch Agro-stis capillaris oder Festuca ovina. Alle diese Gräser werden auf eine Länge von 3,5 bis 3 cm geschnitten. Reine Zierrasen enthalten ausschließlich verschiedene Festuca-rubra-Sorten, sollen die Flächen gelegentlich betreten werden, kommen noch Agrostis capillaris oder Agrostis stolonifera hinzu. Diese Gräser können und sollen sehr kurz gehalten werden. Die richtige Länge liegt bei 1,5 bis 2 cm. Sie wachsen langsamer als die in Sport- oder Spielrasen enthaltenen Sorten und sind meist erst im Jahr nach der Ansaat erst richtig schön.

Neben Zier- und Sportrasen sind vor allem Schatten- und Nachsaat-Rasenmischungen zu haben.

Die Mischungen für schattige Lagen enthalten eine größere Zahl unterschiedlicher Gräser, vor allem solche, die sehr anspruchslos sind, denn oft liegen diese Flächen unter Laubbäumen, die dem Boden viel Wasser und Nährstoffe entziehen. Hauptbestandteile sind Festuca ovina, Poa nemoralis, Poa supina, Poa trivialis und Agrostis capillaris. Alle diese Gräser dürfen nicht ganz kurz geschnitten werden. Ideal ist eine Höhe von etwa 6 cm. Außerdem müssen Schattenrasen häufiger gewässert und gedüngt werden, wenn sie unter großen Bäumen liegen. Nachsaatmischungen braucht man hauptsächlich, wenn die Fläche nach dem Vertikutieren oder in Folge extremer Belastung schütter geworden ist. Sie enthalten vor allem das schnellkeimende Lolium perenne und Festuca rubra. Mit diesen Gräsern schließt sich die Rasenfläche innerhalb von zwei Wochen wieder.

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