Saat gut, alles gut

By | März 25, 2015

Saat gut, alles gut
Die besten Tips für Blumen und Gemüse, die in diesem Monat aus gesät werden können.

Der Sommer beginnt im März: Wie die Ernte wird, wie bunt sich Blumenbeete, Pflanzschalen und Balkonkästen zeigen, hängt davon ab, was jetzt auf der Fensterbank, im Frühbeet oder auf dem Beet gesät wird.

Selbst auszusäen ist immer noch die billigste und beste Methode, zu möglichst vielen und vielleicht seltenen Pflanzen zu kommen. Freude macht es natürlich nur, wenn alles gelingt. Dabei sollen unsere Tips helfen.

Die Aussaat in Töpfen ist für alle kälteempfindlichen Pflanzen richtig, die keinen Frost haben dürfen und deshalb erst nach den Eisheiligen, etwa ab Mitte Mai, ins Freie kommen. Die Erde muß gleichmäßig feucht bleiben, und deshalb werden die Töpfe mit durchsichtiger Folie oder einer Glasscheibe abgedeckt. Günstig ist es, die Scheibe täglich in Wasser zu tauchen und dann wieder aufzulegen. So bleibt die Feuchtigkeit ohne Gießen erhalten.

Muß gegossen werden, sollten die Samen vorher mit einem Brett fest angedrückt werden, so daß sie durch den Strahl nicht weggeschwemmt werden können. Außerdem werden sie so dick mit Erde bedeckt, wie es ihrem Umfang entspricht. Große oder sehr hartschalige Samen kann man in Wasser oder feuchten Stoffsäckchen vorkeimen lassen.

Für die Aussaat im Frühbeet kann man eine natürliche „Heizung“ einbauen:    Man hebt die Erde einen halben Meter tief aus, füllt eine 20 cm dicke Schicht Pferdemist ein, läßt ein paar Tage ablüften und füllt dann wieder Erde auf. Sobald die Keimlinge aus der Erde sind, sollte man an warmen Tagen den Deckel des Kastens anheben, weil die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sonst zu groß sind. Im Freiland ist es Zeit, kälteresistente Sorten zu säen, wenn man den Finger leicht in den Boden drücken kann. Die Saat geht leichter auf, wenn dunkle Erde (z.B. Kompost) in die Saatrillen gestreut wird. Dadurch erwärmt sich der Boden nämlich schneller.

Bei Saatgut, das nur dünn mit Erde abgedeckt ist, kann ein starker Platzregen die Samen leicht wegschwemmen. Um das zu verhindern, legt man grobes Gewebe, z. B. alte Säcke, auf das Beet. Sie schützen die Körner auch gegen Vögel auf Futtersuche.

Viele Pflanzen brauchen ein bißchen Nachhilfe beim Keimen. Möhren z. B. entwickeln sich besser, wenn man sie mit Dillsamen mischt, Salat braucht es kühl und hat bei sehr warmem Boden gute Startchancen, wenn das Saatgut einen Tag vor der Aussaat im Kühlschrank liegt.

Oft sind noch Samentütchen vom Vorjahr übrig. Ob die Aussaat noch lohnt, läßt sich mit einer Keimprobe feststellen: Man sät einige Samen aus, nach zwei bis drei Wochen sollte über die Hälfte gekeimt haben.

Aussaat auf der Fensterbank
Sehr feines Saatgut wird mit Sand gemischt, damit die Samen nicht zu dicht beieinander liegen. Dunkelkeimer werden zusätzlich mit einer Sandschicht bedeckt.
In Rillen sät man die Pflanzen, die später verzogen werden, damit sie Platz zum Wachsen haben. Verziehen heißt: Die kleinsten Keimlinge werden herausgezogen.
Hartschalige Samen wie z. B. Bohnen und Erbsen läßt man über Nacht in Wasser quellen. Auf diese Weise können sie leichter und schneller keimen.
Aussaaterde testen kann man am besten mit der leicht keimenden Kresse. Nährstoffgehalt und Qualität kann man am Wachstum der Kresse erkennen.
Gute Erdmischungen für die Aussaat stellt man her, indem Sand, Kompost und Gartenerde zu gleichen Teilen vermengt werden.

Was Sie jetzt aussäen können

■    Auf der Fensterbank: Tomate, Paprika, Aubergine, Artischocke, Kohlarten, Sellerie, Basilikum, Estragon, Oregano, Kapuzinerkresse, Studentenblume (Tagetes), Männertreu (Lobelia), Zier-salbei, Eisenkraut (Verbena), Zinnie, Löwenmaul, Strohblume, Fleißiges Lieschen (Impatiens), Wunderbaum (Ricinus), Mittagsgold (Gazania), Schwarzäugige Susanne (Thunbergia).

■    Im Frühbeet oder Gewächshaus: Salat, Kohlrabi, Rettich und Radieschen, Bleichsellerie, Petersilie, Kresse, Löffelkraut und viele mehrjährige Kräuter, Vorkultur von Lauch.

■    Im Freiland: Spinat, Zwiebeln, Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Rettich und Radieschen, Chicoree, Mangold, Mairüben, Dicke Bohnen. Die Dicken Bohnen wachsen besser, wenn sie im Topf vorgekeimt wurden. Je nach klimatischen Bedingungen und Wetterlage ist es sinnvoll, die Saaten mit einer Schutzfolie abzudecken.

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