Segel setzen für den Urlaub zu Hause

By | April 1, 2015

Sonnensegel werfen ihren Schatten oft leichter, variabler und preiswerter als manche Markise. Allerdings birgt die fachgerechte Montage oft Tücken. Wir zeigen, wie Sie lange Freude an Ihrem neuen Segel haben.

Sonnensegel bieten vor allem eines: bezahlbaren Schatten. Die einfache Konstruktion aus einem beliebig geschnittenen Segeltuch, mindestens einer Haltestange und dem Befestigungsmaterial wird oft deutlich weniger kosten als eine gleichgroße Gelenkarm-Markise. Zudem ist sie wesentlich flexibler einsetzbar. Die Haltepunkte des Segels, also die in der Wand verdübelten Ösen und die Stangen, können Sie nämlich da setzen, wo Sie sie brauchen oder möchten – aber natürlich nur unter Beachtung einiger Grundregeln.

Sonnensegel bieten allerdings nicht nur Vorteile. Sind sie einmal aufgespannt, ist die schnelle Demontage bei Sturm aufwendig, im Gegensatz zu den per Handkurbel einfahrbaren Markisen. Ein Segel setzt also etwas Weitblick voraus.

Frei gespannte Sonnensegel

Nicht nur die Terrasse am Haus lässt sich mit einem Sonnensegel in den Schatten stellen, auch die Sitzecke im Garten oder der Liegeplatz auf dem Rasen können auf diese Weise zu angenehm kühlen Oasen werden. Im Gegensatz zu Markisen oder anderen Beschattungssystemen, die immer eine Verankerung in der Hauswand brauchen oder nur kleine Schattenflächen bieten (Schirme), spannen Sie die Segel einfach über zwei oder mehr Aufstellmasten. Je nach Form des Segels wird das Ganze zusätzlich zum Wind-und Sichtschutz.

Was Sie bei Sonnensegeln aber immer brauchen, ist Platz. Da Sie die Abspannseile, die am Tuch und an den Pfosten fixiert sind, in einem möglichst flachen Winkel (kleiner als 45°) anordnen müssen, damit sie die horizontalen Zugkräfte aufnehmen können, brauchen Sie in jeder Richtung 2 bis 3 m Platz, um die Pflöcke setzen zu können. Sonnensegel sind in kleinen Gärten nur dann sinnvoll, wenn Sie sie in horizontaler Richtung beispielsweise an Bäumen, in Böschungen oder an befestigten Palisaden verspannen können.

 

Segel in der Wand verankern

Auch auf das leichteste Sonnensegel kann bei entsprechenden Windverhältnissen eine ungeheure Kraft einwirken. Deshalb kommt der richtigen Verankerung des Segels am Haus oder im Boden besondere Bedeutung zu. In der Regel wird das Befestigungsmaterial bei den Sets mitgeliefert wie beim FederSpannsystem von Ikea.

Der Vorteil einer zwischengeschalteten Feder ist, dass die auftretenden Kräfte nicht direkt an der Hausverankerung zerren, sondern über die Feder abgemildert werden. Als Bindeglied zwischen Feder und Einschrauböse dient ein Karabinerhaken, der die Befestigung lösbar hält.

Wenn Sie kein SonnensegelSet, sondern ein einfaches Segeltuch verwenden, müssen Sie Einschlagösen als Halterungen in den umgenähten Stoffrand einarbeiten. Der Ösenabstand sollte 1,50 m nicht überschreiten, denn je mehr Verankerungspunkte Sie in der Wand vorsehen, desto stabiler wird das Ganze. Bei den Abspannpfosten reicht ein Exemplar pro Segelecke, das Sie wiederum mit einem, besser zwei diagonal gespannten Seilen im Boden verankern.

Abspannpfosten richtig verankern

Die Haltestangen sind diejenigen Bauteile an einem Sonnensegel, an denen von allen Seiten gezerrt wird. Deshalb müssen Sie gut im Boden verankert sein. Zwei Möglichkeiten haben Sie: Bei der einen verwenden Sie ein Metallrohr, das Sie in eine Erdschraube setzen (1). Die gespannten Seile binden Sie dabei an Ein-schraubösen fest (2), wobei es statisch günstig ist, das Metallrohr leicht in Richtung der Bodenabspannung zu neigen. Das Segel selbst wird über fest eingenähte Schlaufen abgespannt (3).

Die zweite Möglichkeit zur Segelbefestigung sind Holzpfosten aus 9×9-cm-Kanthöl-zern. Setzen Sie sie nur kurzfristig im Sommer ein, können Sie sie auch einfach in den Boden eingraben (4). Die in jedem Fall längerfristige Lösung ist der Einsatz von passenden Einschlaghülsen. Die treiben Sie mit einem Zulageholz als Schlagschutz in die Erde, stecken Ihren Pfosten rein und verschrauben den durchs Metall hindurch (5).

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