Terrassen – Gestaltung Ein Platz an der Quelle

By | März 31, 2015

Eine Quelle mit Bach und Teich ist schon eine kleine Gartensensation. Dafür braucht es kein parkähnliches Anwesen -eine Holzterrasse reicht völlig.

Gartengewässer sind beliebt und weit verbreitet. Doch was kann man tun, wenn man nur ein kleines Grundstück und gerade mal Platz für eine Terrasse hat? Dann baut man Quellstein, Bachlauf und Teich in die Terrasse ein!
Die zusätzlichen Kosten für die Technik, die Folie und das Kleinmaterial belaufen sich auf ungefähr 650 Euro. Das hängt hauptsächlich vom Wasservolumen, das bewegt werden soll, und der dafür nötigen Pumpenleistung ab. Auch Breite und Tiefe des Wasserlaufs spielen hier eine Rolle. Lassen Sie sich also vor dem Kauf im Fachhandel eingehend beraten.
Als Quellbecken haben wir eine eckige Mörtelwanne aus dem Baumarkt genommen, der Zierteich am Ende der Wasserrinne ist ein runder . Pflanzcontainer, den man über Baumschulen beziehen kann. Beide zusammen kosten etwa 40 Euro. Das runde Becken nimmt später eine Bachlaufpumpe auf, die durch den Unterwasserbetrieb nicht zu hören ist.
Als Verbindung zu UV-Filter und Überlaufkasten am „Quellstein“ wird ein Schlauch gelegt, der ein deutliches Gefälle haben muss (etwa 5 cm je Meter Strecke), damit er leerlaufen kann, wenn das Wasser zum Winter abgelassen wird. Er sollte unbedingt im unteren Bereich angeschlossen werden, damit an der Oberfläche keine Verwirbelungen entstehen. Der UV-Filter hat im Inneren eine spezielle Lampe die ultraviolettes Licht abgibt, wodurch Algen im vorbeiströmenden Wasser verklumpen und sich dann leicht herausfiltern lassen (beispielsweise durch eine feine Gaze vor der Überlaufkante im Wasserreservoir).
Wer eine Natursteinplatte als „Quellstein“ aufstellen will, bekommt diese über Steinmetzbetriebe oder Natursteinhändler (Gelbe Seiten). Der Steinmetz kann Ihnen wahrscheinlich die Löcher zum Befestigen bohren. Wir haben eine Schieferplatte verwendet, doch ebensogut können Sie eine Beton- oder Metallplatte nehmen. Die hölzerne Rinne verbinden Sie am Besten mit einem dauerelastischen und witterungsfesten Dichtstoff aus dem Bootsbau (Marine Sealant, Pantera, rund 20 Euro/290 ml) mit den Becken. Dafür schleifen Sie die Kunststoffflächen an und reinigen alle Klebeflächen (Holz, Becken) mit Aceton.
Jetzt muss nur noch die Terrasse beplankt werden. Fertig ist die Gartensensation.

1 Messen Sie die Lage von Wasserrinne und -becken ein, und markieren Sie sie mit Richtschnüren und durch Eindrücken des Beckenrands in den Boden. Dann heben Sie die Löcher für die Becken aus.

2    Eine Wanddurchführung wird mir einem druckfesten Schlauch verbunden, der mit etwas Gefälle in der Erde verlegt wird.

3    Aus Hölzern für die Unterkonstruktion (Seiten) und zwei besäumten, mit PU-Holzleim verbundenen, Decksbrettern wird die Rinne gebaut. Für den Beckenanschluss klinken Sie den Bottichrand mit der Stichsäge aus.

4 Legen Sie nun eine Steinfolie (Oase) in die waagerechte Rinne, und tackern Sie sie auf dem Rand fest.

5    Die Fuge zwischen Rinne und Becken wird mit dauerelastischem Dichtstoff (z. B. von Pantera) geschlossen.

6    Rinnenrand und TerrassenUnterkonstruktion müssen auf einer Höhe abschließen und werden beim Beplanken miteinander verbunden.

7    Nachdem die Terrasse beplankt ist und das runde Becken grob ausgespart wurde, legen Sie mit einem Querbrett und einem Lot den Beckenmittelpunkt fest. Ein Nagel im Brett wird dabei genau über der Beckenmitte positioniert, das Brett mit Zwingen fixiert.

8    Befestigen Sie an dem Nagel eine Schnur, an deren anderem Ende einen Bleistift. Ziehen Sie einen Kreis der etwa 8 bis 10 cm weniger Durchmesser hat als das Becken.

9    Jetzt schneiden sie mit der Stichsäge die Beckenöffnung aus.

10    Unmittelbar hinter dem „Quellbecken“, einem einfachen Mörteltrog, betonieren Sie zwei H-Pfostenanker ein.

11    Während das Ankerfundament abbindet, schneiden Sie mit einem Winkelschleifer den Stein in Form und schlitzen den 2 cm hohen 45°-Wasseraustritt in Rinnenbreite ein.

12    Kurze Pfosten in den H-Ankern halten die Steinplatte über 12-mm-Edelstahl-Gewindestangen, übergeschobene Alurohre und Hutmuttern. Die Platte steht im Becken.

13    Der Überlaufkasten aus 12-mm-Multiplex wird von Innen mit einer GFK-Lage wasserfest ausgekleidet.

14    Außen bekommt er einen Kunststoffanstrich (Coelan-Bootsbe-schichtung über A. W. Niemeyer).

15    Rückseitig angedübelte Edelstahlwinkel halten den Überlaufkasten.

16    Die Überlaufkante des Kastens und des Steins müssen bündig sein.

Ein Glasfasergewebe, mit Epoxidharzgetränkt (A. W. Niemeyer oder Autozubehör), verbindet beide dauerhaft.

17    Der Überlaufkasten bekommt einen Deckel, darunter wird der UV-Wasserfilter montiert.

18    Nun im großen Becken die Bachlaufpumpe an die Wanddurchführung und ans Stromnetz anschließen.

19    Zum Schluss dübeln Sie die Unterwasserleuchten auf einen Pflasterstein und stellen Sie ins Quellbecken.

 

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