Wenig Mühe-Große Wirkung

By | März 24, 2015

Es muß ja nicht immer Rhododendron sein. Auch heimische Gehölze haben eine Menge zu bieten. Und das nicht nur für Vögel.

Holunder, Weißdorn, Vogelbeere kennt jeder – vielleicht nicht mit Namen, so doch zumindest vom Sehen. Denn diese Sträucher wachsen vielerorts am Straßenrand, am Feldrain oder im Wald. Unzählige andere schöne Wilde (oder wie Wildpflanzen bei uns heimisch gewordene) aber sind ein wenig ins Abseits gedrängt worden und könnten für den Garten neu entdeckt werden. Denn sie haben so viele Vorzüge, daß sie neben den aus aller Welt stammenden reinen Zierpflanzen, denen weder Hummel noch Zaunkönig etwas abgewinnen können, bestens bestehen. Nicht nur weil sie ebenfalls leuchtende Blüten und Beeren tragen, sondern auch, weil sie praktisch keine Ansprüche an Boden oder Pflege stellen. Es kommt nur darauf an, für den jeweils vorhandenen Boden die richtigen Pflanzen auszuwählen. Ob es sich um fast reinen Sand oder dauerfeuchten Sumpf, um steinigen oder sehr nährstoffreichen Boden handelt.

Wenn sie einmal den richtigen Platz bekommen haben, zeigen sie sich von ihrer besten Seite, werden groß und kräftig, blühen und fruchten reich. Keine Rede davon, daß sie Winterschutz brauchen, daß sie gehegt und gepflegt werden müssen, um sich gegen das allgegenwärtige „Unkraut“ durchzusetzen.

Im Gegenteil: Sie tragen dazu bei, daß der Garten zum intakten Biotop wird, indem sie mit ihren Blüten und Früchten nützliche Insekten, Vögel und andere Tiere anlocken, die dem Gärtner viel Arbeit bei der Schädlingsbekämpfung abnehmen.

Wo es die schönen Wilden gibt

Wer sich ein bißchen auskennt, kann die Wildpflanzen für den eigenen Garten ganz umsonst bekommen. Natürlich nicht, indem in Feld, Wald und Wiese gebuddelt wird, was die Muskeln hergeben, sondern indem ganz vorsichtig mit der scharfen Gartenschere Stecklinge von den gewünschten Gehölzen geschnitten werden. Die beste Zeit dafür ist Juni bis August, geeignet sind einjährige, gerade eben verholzte Triebe. Sie wurzeln gut in Anzuchterde, wenn sie in den ersten Wochen gleichmäßig feucht gehalten werden.

Wer sich die Stecklingsanzucht selbst nicht zutraut, kann aber auch in Baumschulen fündig werden. Es gibt inzwischen eine Reihe von spezialisierten Betrieben, die ihre Pflanzen auch versenden. Lesetip: Reinhard Witt, Wildpflanzen für jeden Garten, 1000 heimische Blumen, Stauden und Sträucher, Anzucht, Pflanzen, Pflege, Bezugsquellen.

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