Die passen perfekt und sind viel schoner

By | März 25, 2015

Alles spricht fürs Selbermachen: Fertigtüren gibt es nur in Rastermaßen und meist nur als Lamelle. Lassen Sie sich von unseren Tür-Kreationen inspirieren.

Fertig gekauften Schränken oder Eigenbauten, die mit Hilfe von Fertigtüren ergänzt wurden, fehlt bisweilen das gewisse Etwas. Sie mögen noch so schön sein, oft kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, den gleichen Schrank schon anderswo gesehen zu haben. Außerdem: Die Rastermaße von Fertigtüren passen nicht immer. Warum also nicht mal Türen selbst entwerfen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihrem Schrank eine individuelle Note geben: mit selbstgebauten Türen. Sechs Anregungen für jeden Geschmack – und für jedes Maß. So wird der Einbauschrank, den wir im vorigen Heft vorstellten, ergänzt. Scheren Sie sich nicht um Normen: Türen zu bauen ist gar nicht schwer. Ob als Schiebe, Dreh-, oder Falttür, diese Kreationen machen alles mit.

Sie brauchen eine Bohrmaschine mit einem Senker – und dazu möglichst ein Bohrmobil.

Auf der 21 mm starken Multiplexplatte (Buche), einem wasserfest verleimten Mehrschicht-Sperrholz, markieren Sie zunächst die Positionen der quadratisch angeordneten Löcher. Benutzen Sie dazu Winkel, Bleistift und Körner.

■    Mit dem Senker, auch Krauskopf genannt, entstehen kegelförmige Löcher (a). Bohren Sie etwa

15 mm tief. Mit Hilfe eines Bohrmobils gelingt das schön gleichmäßig. Glätten Sie die Bohrungen dann mit feinem Schleifpapier.

■    Die Holzstruktur kommt gut zur Geltung, wenn Sie die Platte abschließend mit Klarlack überstreichen (b), und zwar mindestens zweimal.
Ein Fräsmodell aus Spanplattenstreifen (Restmaterial) sorgt dafür, daß die Oberfräse nicht von der Bahn abkommt.

Die Bemessung dieser Führung richtet sich nach der Grundplatte der Oberfräse. Das Fräsmodell wird für jeden Arbeitsvorgang mit Zwingen fixiert.

Das Material für die Tür: MDF-Platte.

■    Jede Nut (a) hat eine Breite von 20 mm und eine Tiefe, die von der Stärke der Aluminiumstreifen

ab hängt (ca. 2 mm).

■    Mit Kontaktkleber werden die Aluminiumstreifen in die MDF-Platte eingeklebt (b). Um dem Ganzen ein edles Finish zu geben, streichen Sie

alles mit Klarlack über.
Brettchen aus Sperrholz (4 mm) im Format 10 x 10 cm sind das A und O des Kassetteneffektes. Geben Sie zuerst der ganzen Fläche die von Ihnen gewünschte Farbe:

■    Mit Acryllack (Seidenglanz) streichen Sie die 19 mm starke MDF-Platte (a), dann schleifen Sie die Oberfläche und streichen noch einmal. Der zweite Anstrich wird mit einer Schaumgummirolle schön ebenmäßig.

■    Die Brettchen zunächst mit Nitro-Klarlack streichen, dann auf die mit Leim bestrichene Fläche drücken (b). Als Abstandhalter dienen 5 cm breite Holzstreifen, die Sie mit Zwingen fixieren. Verwenden Sie einen Spezialleim (für Holz auf lackierten Flächen) und befestigen Sie die Brettchen bis zum Aushärten mit Drahtstiften, deren Löcher Sie schließlich mit Wachs auskitten.
Micro-Wellpappe gibt es in Platten von 120 x 140 cm. Sie wird streifenweise übereinander gestückelt.

Als Grundlage fungiert 19 mm starke Spanplatte.

■    Die Spanplatte über die ganze Fläche mit Leim bestreichen, Wellpappe darauf legen und mit einer gleichgroßen zweiten Platte (und z. B. mit Ziegelsteinen) beschweren (a).

■    Saubere Kanten entstehen problemlos mit einem Cuttermesser (b).

■    Flache Holzleisten (5×21 mm) dienen zur Schonung der Kanten (c). Sie werden auf Gehrung zugeschnitten und sowohl geleimt als auch gestiftet.

Stegplatten aus PVC lassen sich genauso bequem verarbeiten wie die herkömmlichen Materialien.

Ihr besonderes Merkmal besteht in der gerippten Struktur und in der Transparenz. Zwei solcher Stegplatten, die jeweils eine Breite von 20 cm haben, werden mit Nut und Feder zusammengedrückt.

■    Aluminiumschienen mit U-Profil bilden den Rahmen der Tür. Sie sind in jedem Baumarkt zu haben und werden mit einer kleinen Eisensäge auf Gehrung geschnitten (a).

■    Mit Silikon (glasklar) aus der Kartusche werden die Profile der Aluminiumschienen ausgespritzt und diese dann um die Stegplatten gedrückt (b). Bis zum Aushärten der Fugenmasse müssen die Schienen mit Klebeband fixiert und an die Stegplatten gepreßt werden. Überschüssige Masse läßt sich dann mit einem Cutter entfernen.
Aus nur zwei Komponenten besteht dieser Vorschlag zum Bau von Schranktüren: Hartfaser-Lochplatte und Quadratleisten. Außerdem brauchen Sie eine Handvoll kleiner Nägel oder Stifte (20 mm) und Weißleim.

■    Die Quadratleisten mit den Maßen 20 x 20 mm bilden den Rahmen der Tür, die im übrigen lediglich aus der Hartfaser-Lochplatte besteht. Die Leisten werden mit einem Bohrer (1 mm) an den Enden vorgebohrt, damit sich das Holz beim Vernageln nicht spaltet. Dann werden sie stumpf zusammengeleimt und mit Nägeln zusätzlich fixiert.

Um dem Türblatt insgesamt eine höhere Stabilität zu geben, sollten Sie – je nach Gesamtgröße – den Rahmen außerdem mit Querleisten verstärken. Schneiden Sie jetzt die Lochplatte auf die Größe des Rahmens zu. Geben Sie reichlich Leim auf den Rahmen und stiften Sie die Lochplatte darauf fest.

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