Handwerkzeug: Sanitär und Heizung

By | März 25, 2015

Handwerkzeug: Sanitär und Heizung
Die Grundausstattung für Installation und Wartung.

Kleinere Installationsund Wartungsarbeiten in Wohnung und Haus können auch ohne fachliche Hilfe geleistet werden. Mit den richtigen Werkzeugen gelingen auch Sanitärreparaturen.

Die Betätigungsfelder an Sanitär-und Heizungsanlagen sind vielfältig. Viele dieser Arbeiten lassen sich in eigener Regie bewältigen. Ausgeschlossen aus Sicherheitsgründen sind selbstverständlich Arbeiten an gasführenden Leitungen und Geräten.

Neben der nötigen Erfahrung hängt die Qualität der Arbeit wesentlich von den eingesetzten Werkzeugen ab. Bei Wasser- und Heizungsinstallationen in Haus und Wohnung kommt überwiegend Kupferrohr zum Einsatz. Die Verbindung von Rohren und Formstücken, den Fittings, geschieht durch Hart- oder Weichlöten. Beim Hartlöten wird das Material durch hohe Temperaturen stark beansprucht, außerdem kommt bei dieser Technik aufwendiges Gerät zum Einsatz. Für den Heimwerker bietet sich Weichlöten an, denn die erforderlichen Geräte sind preiswert und leicht handhabbar. Die Temperaturen bis ca. 420 °C erreicht man mit Brenngas aus wiederauf-füllbaren Stahlflaschen oder Einwegkartuschen. Ein Vlies zum Reinigen von Rohrende und Fitting gehört genauso zur Lötausstattung wie geeignetes Flußmittel und Weichlot, sogenanntes Fittingslot.

Vor Inbetriebnahme: erstmal kräftig spülen
Eine neu erstellte Anlage muß vor der Inbetriebnahme des Leitungsnetzes gespült werden. Am besten geschieht das vor Montage der Armaturen. Sollten diese bereits installiert sein, entfernt man die Perlatoren und läßt kurze Zeit das Wasser laufen. Rückstände vom Löten und Späne können dann keinen Schaden an Armaturen anrichten.

Für die Installation das richtige Werkzeug

In der Kupferrohrinstallation haben sich Rohrschneider bewährt. Der kleine ist für die Anschlußrohre der Armaturen zuständig, der mittlere Rohrschneider trennt die in der Installation üblichen Nennweiten bis etwa 22 mm Durchmesser. Beiden gemeinsam ist das exakt rechtwinklige Ablängen des Kupferrohres. Bei der Arbeit mit Rohrschneider oder Säge entsteht an der Schnittstelle ein Schneidgrat, der die tatsächliche Rohrweite verringert und bei der Handhabung zu Verletzungen führen kann. Mit Feile oder Dreikant werden die abgelängten Enden überarbeitet. So wird auch vermieden, daß im Betrieb Fließgeräusche auf-treten.

Die Kombizange ist universell ein-setzbar. Pumpenzange und Armaturenzange sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden, in der Anwendung sind sie jedoch grundverschieden: Die Pumpenzange greift mit ihren gezahnten Backen an Verschraubungen und hilft auch, wenn der geeignete Schlüssel nicht in Reichweite ist. Die Armaturenzange mit ihren glatten Backen setzt Verschraubungen an hochwertigen, z. B. verchromten Armaturen fest. Ein Spezialist ist die Standventilzange: Mit ihr gelangt man auch unter räumlich beengten Verhältnissen an die Überwurfmuttern von Standarmaturen in Wasch- und Spültischen. Gabel- und Innensechskantschlüssel in den gängigen Größen sollten immergriffbereit sein. Mit dem 17/19er-Schlüssel mit verstellbarem Reiter werden die Befestigungsschrauben des Waschtisches festgesetzt. Nützlich ist ein stufenlos verstellbarer Schlüssel, der unterschiedliche Maulweiten in einem Werkzeug vereint. Für Lösen und Festsetzen des Auslaufsprudlers an Armaturen wird der Perlatorenschlüssel eingesetzt. Hanf und „Neo-Fermit“ sind die klassischen Dichtmittel für Rohrgewinde. In der Handhabung einfacher ist Teflonband. „Plastic-Fermit“ dichtet Ablaufventile ein. Zur Verarbeitung von dauerelastischen Dichtmassen aus Kartuschen ist eine Silikonspritze nötig.

Bei Verstopfungen des Abwassersystems kann auf chemische Mittel verzichtet werden: Sie bleiben in den meisten Fällen wirkungslos und belasten die Umwelt. Schonender und umweltgerechter geht es mit klassischen mechanischen Hilfsmitteln. Reinigungsfeder und „Pumpfix“ machen Abflüsse wirklich frei.

Perfektes Finish für die Zapfstellen
Sind die Vorarbeiten für eine Bad-montage abgeschlossen, geht es an die Fertiginstallation. Schnell kann es passieren, daß die verchromten oder pulverbeschichteten Verbindungsrohre der Einlochbatterien abknicken. Nützliche Helfer sind die Biegefedern: Sie verhindern nicht nur zuverlässig die Beschädigung der Anschlußrohre, mit ihnen lassen sich auch besonders gut die Anschlußrohre in Form bringen.

 

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