Regale unterm Dach

By | März 26, 2015

Die Dachschräge – Beschränkung des Wohn-raums oder eine Chance, Stereoanlage, Bücher und andere Dinge unterzubringen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Gipskartonplatten schnell und einfach zu einem tollen Ergebnis kommen.

Das Einbauregal unter dem Dach ist immer eine gute Lösung, einen Raum in der Schräge geschickt auszunutzen. Ein besonderer Hingucker sind dabei Stollenwände, die den Eindruck vermitteln, massiv zu sein. Das geht am einfachsten mit einer Unterkonstruktion aus Holzlatten, die mit Gipskarton verkleidet und anschließend übertapeziert werden.

Sie zögern? Keine Angst vor dem für Sie vielleicht neuen Material. Wer das erste Mal einen solchen Trockenbau ausführt, wird erstaunt sein, wie einfach das geht: Gipskartonplatten können Sie sich beim Baustoffhändler (über Knauf) passend zuschneiden lassen, so dass die Platten nur noch auf die Unterkonstruktion geschraubt werden müssen.

Allem voran stehen die Planung und der Entwurf (Zeichnung). Denn nur so können Sie sicher festlegen, wieviel Material, sprich Gipskartonplatten und Holzlatten, Sie später wirklich verbrauchen werden. Je genauer Sie planen, desto weniger Verschnitt wird hinterher die Mülltonne füllen. Wenn’s zu viel wird, ist der Recyclinghof eine Lösung. Das gilt natürlich nur, wenn Sie ganze Platten kaufen und alles selbst zuschneiden, so wie im hellblauen Kasten rechts beschrieben.

Entscheiden Sie sich jedoch für die Möglichkeit, komplett zugeschnittene Platten zu verwenden, dann bleibt Ihnen die Entsorgung erspart. Vorgefertigte Platten bekommen Sie beim Baustoffhändler in Ihrer Nähe. Wo dieser sein Geschäft hat, erfahren Sie bei Knauf-Direkt, dem Technischen Auskunfts-Service für Privatkunden (TAS), unter der Telefonnummer (01805) 319000 für 0,12 Euro pro Minute.

Haben Sie den Baustoffhändler dann ausgemacht, lassen Sie sich von ihm ausführlich beraten. Nehmen Sie die Zeichnungen Ihres Bauvorhabens zum Gespräch mit, damit Materialbedarf und Preis gleich berechnet werden können. Wenn das Material da ist, gehen Sie vor, wie in den Arbeitsschritten 1 bis 7 beschrieben. Stehen die Wände und sollen sie tapeziert werden, so bedarf es noch einer Oberflächenbehandlung der Kartonfläche mit einem Tiefengrund. Der verhindert, dass der Tapetenkleister zu schnell einzieht und garantiert somit einen festen Sitz der Tapete.

So bauen Sie die Böden und Türen ein.

Die recht massiv wirkenden Einschubböden für das Stollenregal bestehen aus drei Ebenen von 1,2 cm dicken MDF-Platten (mitteldichte Faserplatte, im Baumarkt etwa 12 Euro) und Plattenstreifen. Die drei Ebenen werden wie ein Sandwich zusammengefügt, wobei die mittlere Schicht nur aus vier 5 cm schmalen MDF-Streifen besteht. Das spart Gewicht und Geld! Zudem lässt sich in dieser Konstruktion auch gleich die quadratische 1,1-cm-Montage-schiene verstecken, die den Boden an den aufrechten Gipskartonstollen hält.

Wenn Sie sich die Holzbauteile im Baumarkt zuschneiden lassen, kann es sein, dass dort die schmalen 5-cm-Streifen nicht zugeschnitten werden. Dann ordern Sie 10,5-cm-Streifen und sägen Sie diese mit der Elektrostichsäge auf. Einen Seitenanschlag benötigen Sie dabei nicht, da die unsauberen Sägekanten getrost nach innen gerichtet sein können, da man sie nicht sieht. Bevor Sie beim Verleimen die Zwingen ansetzen, sollten Sie die Plattenstreifen mit kleinen Nägel auf der unteren MDF-Platte fixieren. Das ist dafür gut, dass die Streifen beim Zwingen nicht verrutschen.

Ist der Leim abgebunden, müssen die Kanten gründlich ver-schliffen werden, bevor Sie sie lackieren. Dabei sollten die stark saugenden Kanten des MDFs mindestens zweimal mit der Grundierung gestrichen werden, bevor der Endlack aufgetragen wird.

Haben wie dieses Wandregal in Stollenbauweise vor hat. Doch es geht auch anders, nämlich so, wie es Tausende von Trockenbauern täglich unter Deutschlands Dächern vormachen:
Eine Kartonseite der Gipskartonplatte wird mit einem Cuttermesser eingeritzt. Diese Sollbruchstelle legt man nun in Längsrichtung über eine Dachlatte oder einen entsprechend langen Gegenstand, etwa eine
Wasserwaage oder einen Richtscheit, und bricht sie über diese Kante. Nun wird die Rückseite eingeschnitten, und man hält zwei Platten in Händen. An solchen Kanten mit zwei Bruchseiten müssen diese egalisiert werden. Dazu nutzt man einen sogenannten Surformhobel (hier rechts). Das ist ein Hobel mit vielen kleinen scharfen Klingen, der bestens geeignet ist, mit wenig Kraftaufwand eine gebrochene Kante zu glätten.

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